Für Nerds und andere Spezis:
Abgefahrene Frankatur-Collagen

Ingo Althöfer, Mai 2017; Update im März 2018

Im Laufe der Zeit sind mir auch Frankatur-Collagen in den Sinn gekommen, die nicht nach jedermanns Geschmack sein mögen. Hier ist eine kleine Auswahl. Hinweis: Es muss nicht jeder jede Pointe verstehen.




Matthias Reimann ist nicht nur Go-Spieler, sondern auch Sammler von Briefmarken mit Motiven zum Go-Spiel. Die fünf Marken auf der linken Seite zeigen einen möglichen Startverlauf einer Go-Spieler in dieser Ecke.






Eines meiner anderen Hobbies ist das Bauen mit LEGO-Steinen. Der Brief-Umschlag stammt aus einem Austausch mit dem wohl bekanntesten deutschen LEGO-Bauer, Rene Hoffmeister. Er betreut auch die Forums-Webseite 1000steine.de . Von LEGO-Spezialisten wurde "natürlich" direkt reklamiert, dass die gelbe Marke rechts unten nicht gut passt. Andererseits wollte ich um jeden Preis eine Unterfrankierung vermeiden.






Hier habe ich ausgenutzt, dass man an deutschen Postautomaten Marken zu jedem beliebigen Cent-Betrag ziehen kann. Zu sehen sind auf dem Umschlag von links nach rechts die Werte 8 - 23 - 10 - 5 - 24. Jeder Roulette-Spieler wird bei der Nennung aufhorchen: Diese fünf Zahlen kommen im Roulette-Kessel in genau dieser Anordnung vor.
Will ein Roulette-Spieler auf genau diese Zahlen setzen, so reicht es in einem guten Casino, wenn er dem Croupier fünf Chips hinschiebt und dabei sagt "zehn-zwo-zwo bitte".
Stolz bin ich, dass Christian Kaisan, der grosse alte Mann des deutschen Roulettes, bei dieser Frankatur-Collage mitgemacht hat. Die Summe der Werte ist genau 70 Cent, also das reguläre Briefporto.






Und noch einmal Roulette. Dargestellt ist Null-vier-vier, durch die Zahlwerte 12-35-3-26-0-32-15-19-4.
Aber die Summe ist 146 Cent! Okay, der eine Extra-Cent ist f&uum;r den Tronc. Und was ist mit der 0? Es gibt doch keine Briefmarken mit Wert 0 (ok, schon mit Sammlerwert 0, aber das ist ein anderes Thema). Da haben wir eine alte grüne Ulbricht-Marke aus der DDR genommen...





Natürlich hat ein akkurater Leipziger Postmitarbeiter diese Unkorrektheit bemerkt und die Ulbricht-Null nicht normal abgestempelt, sondern als ungültig markiert.




Und jetzt mein absoluter Favorit:



Diese Collage ist mein Lieblings-Stück.
Die Lottozahlen in der Ziehung vom 3. Mai 2017 waren: 4, 5, 12, 18, 20, 33; Superzahl 8.
Die Summe ist 100, und eine Büchersendung (bis 500 Gramm) will mit genau diesem Cent-Wert frankiert werden. Ein Glück, dass es die 8-Cent-Marke (also den Superzahl-Wert) von der letzten Portoerhöhung noch gibt...






Ein guter Freund aus der LEGO-Szene schickte mir, ohne dass ich ihn gross ermuntern musste, diesen kuriosen Umschlag. Eine Frankiermaschine der Post war wohl überfordert und vergass fünf der Marken bei ihrer Stempelorgie.






Ein Blick in die Zukunft: Zum 3. Oktober werde ich einen Maxibrief (Porto-Stufe 260 Cent) mit dieser Frankierung verschicken.





Passend dazu die deutsche Fahne auf dem Umschlag für eine leichte Warensendung.




Abteilung für die Schach-Freunde



Diese Frankatur zeigt ein nicht ganz vollständiges 8x8-Gitter. Dahinter verbirgt sich eine berühmte Schachstellung.
Dort, wo keine Marken kleben, stehen Figuren. Es gibt eine Ausnahme: auf dem Feld h2, wo die rote Blüte zu sehen ist, steht ein weisser Bauer. Als Nächstes wird Schwarz seinen 29. Zug machen und dabei diesen Bauern schlagen.
Die meisten Schachfreunde werden nach diesen Hinweisen wissen, um welche Stellung aus welcher Partie es sich handelt.





Und noch ein Schachrätsel, aber von anderer Art. Zwei kleine Tipps gebe ich:
1. Weiss ist am Zug, angedeutet durch die Tulpe in der linken Ecke des Umschlags.
2. Absender des Briefes war ein gewisser Richard R.



Ergänzungen werden folgen, wenn ich mal wieder abgefahrene Ideen habe.



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