Höchter rupp!

Der Sketch in besonderer Aufführung
Ingo Althöfer; März 2018


Die Geschichte ist bekannt, bei uns in Lippe sogar sehr bekannt:
Ein einfacher Soldat steht vor dem Detmolder Schloss. Am Ende einer langen Nacht stärkt er sich an einem Butterbrot. Da steht plötzlich ein Fremder neben ihm.

Soldat: Morjen.
Der Fremde erwidert freundlich: Guten Morgen.

Einen Moment lang ist Stille, während der Soldat an seinem Brot mümmelt.

Dann fragt der Fremde: Und, schmeckt es?
Soldat: Jau.

Der Fremde bohrt weiter: Was ist denn auf dem Brot drauf?
Soldat: Kannst ja mal raten.

Der Fremde: Ist es Käse?
Der Soldat schüttelt den Kopf und antwortet auf Lippisch Platt:
Höchter rupp!
("Höher rauf" bedeutet das auf Hochdeutsch.)

Der Fremde: Ist es Leberwurst?
Soldat: Höchter rupp!

Der Fremde: Ist es Schinken?
Soldat: Jau, dat isses.


Jetzt fragt der Fremde etwas anderes:
Weisst Du denn, wer ich bin?
Soldat: Nee.

Der Fremde: Rate mal.
Soldat, mustert den Fremden vom Scheitel bis zur Sohle:
Biste Apotheker?
Der Fremde: Höchter rupp!

Soldat: Hmm. Biste der Bürgermeister?
Der Fremde: Höchter rupp!

Soldat: Au. Dann kannste ja nur der Fürst sein!
Der Fremde: Genau der bin ich.

Fast ohne Pause wieder der Soldat:
Dann halt mal mein Butter, damit ich stramm stehen kann.



Bei einer Feier im Berlebecker Hirschsprung am 8. Dezember 2010 hat der sympathische Prinz Armin zur Lippe höchstpersönlich den Sketch mit mir aufgeführt. Als ich ihn einige Wochen vor dem Ereignis nach seiner Bereitschaft gefragt hatte, sagte er sofort zu.

Bei der Aufführung waren nur wenige Personen aus dem Publikum eingeweiht. Andere, vor allem Zugezogene, kriegten sich vor Lachen fast nicht mehr ein, als die Pointe kam.

Hier sind einige Fotos.




















Mein besonderer Dank gilt Walter Möller-Afrika aus Lage-Hardissen, der die Uniform und das Holzgewehr zur Verfügung gestellt hatte. Die Fotos machte Kurt von der Heide aus Lage-Heiden. Auch ihm sei herzlich gedankt.



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