Lego-Steine bügeln:
Die Welle

Ingo Althöfer; 12. und 13. März 2014


Zu Beginn eine Klarstellung: "LEGO" ist eine Marke der LEGO Gruppe in Billund, Dänemark. Diese Webseite ist weder gesponsert noch autorisiert noch von der LEGO Gruppe unterstützt.


In den 1980er Jahren hat mich bei den amerikanischen Space-Shuttles das System der Hitzeschutz-Kacheln fasziniert. Diese sollten sicherstellen, dass die Shuttles beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre nicht verglühen. Nach den Landungen sahen die Kacheln manchmal etwas festgebacken aus.

Schon vor einiger Zeit ging mir die Frage durch den Kopf, ob oder besser gesagt wie man diesen Vorgang mit LEGO-Steinen nachahmen könnte. Für ein Experiment habe ich schliesslich eine gelbe 4x12-Platte genommen und mit transparenten 1x2-Fliesen besteckt.

Eine schlechte Nachricht zuerst: Im Wasserbad in der Mikrowelle passiert (fast) nichts Spannendes.


Das Gesteck in der Mikrowelle.


Das Gesteck nach mehreren Minuten mit mittlerer Strahlung.



Dann holte ich ein altes Bügeleisen aus der Ecke und liess es "warmlaufen".



Natürlich habe ich das "Eisen" nicht direkt auf die Fliesenplatte gesetzt, sondern nur mit dem weissen Tuch dazwischen.



Das Ergebnis hat mich zufrieden gestellt.


Sanft geschwungen, fast wie das Dach vom Münchner Olympia-Stadion.



Wie man sieht, hat sich die gelbe Platte mehr verbogen als die kleinen Fliesen.

Spass gemacht hat dann das Abnehmen der Fliesen von der Platte. Die leicht verbogenen Steine liegen ganz anders zwischen den Fingern als "normale" Teile.







Titel des Still-Lebens: Die Welle.



Nach dem Bügeln: Waschen

Einen Tag nach dem Bügeln wollte ich wissen, ob die mehr oder weniger stark deformierten Teile immer noch Zufallskomplexe bilden, wenn man sie in die Waschmaschine steckt. So tat ich die gewellte Platte und die 24 Fliesen als Einzelteile in eine Socke, verknotete diese und wusch das Ganze (als Beigabe zu einer normalen Waschladung) bei 40 Grad Celsius. Das Ergebnis kam in dem Ausmass unerwartet: 10 der 24 Fliesen hatten sich auf die Platte gesetzt!







Zum Schluss ein Hinweis: Natürlich übernehme ich keine Haftung für Schäden, die andere bei Lego-Experimenten verursachen. Es muss jeder selbst wissen, was er/sie seinen/ihren Steinen zumuten kann. Im Zweifelsfall sollte man vorsichtig sein.


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